Aw: Wer kennt die Solventa Finanz GmbH? ( (1) Gast )
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THEMA: Aw: Wer kennt die Solventa Finanz GmbH?
#6398
canarticho
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graphgraph
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Wer kennt die Solventa Finanz GmbH?
vor 3 Jahren, 6 Monaten
Heute habe ich Post von der Solventa Finanz GmbH bekommen.

Angeblich hätte ich dort einen Kreditantrag zur Schuldenregulierung beantragt in Höhe von 10000€.

1. kenne ich dieses Unternehmen gar nicht

2. habe ich gar keine Schulden

3. habe gar keinen Antrag gestellt.

Beigefügt war ein überweisungsträger das ich 297 € für das Schreiben überweisen soll.

Das Unternehmen sitzt in Österreich und hat nur eine 0900 er Nr.


Hat jemand von Euch als so ein Schreiben erhalten?
 
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#6400
Agward (Gast)

Geburtstag:
Aw: Wer kennt die Solventa Finanz GmbH?
vor 3 Jahren, 6 Monaten
 
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Natürlich hast du schulden, sonst würde dich keine Firma anschreiben die ausschließlich Sanierungskonzepte für Schuldner anbietet. Die ziehen Adressen aus Schuldnerverzeichnissen und nicht aus Telefonbüchern und schreiben auch nur betroffene an. Das Geld ist für den Fall gedacht,falls du dich finaziell sanieren lassen willst. Dann ist das die Vorkasse für die Durchführung dieser Sanierung durch Gläubigermanagement und Balancierung der Abträge.

Ich find das nicht mal schlimm. Schlimm wirds erst wenn man selber wirklich glaubt man wär nicht in Schwierigkeiten, Selbstbetrug ist bei sowas der falsche weg.
 
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#6401
HTC
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Beiträge: 812
graphgraph
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Aw: Wer kennt die Solventa Finanz GmbH?
vor 3 Jahren, 6 Monaten
Solventa, Convent, Cosena: schöne Worte, keine Kredite

Was sind die schönen Schreiben von augenscheinlichen Finanzvermittlern wie Solventa aus Tirol, Convent Consulting aus der Schweiz und Cosena Management aus Malaga wirklich wert? GoMoPa-Reporter Siegfried Siewert machte den Test: Bekomme ich als Selbständiger ohne festes Einkommen mit mieser Schufa tatsächlich einen Kredit?

Natürlich nicht, werden Sie sagen, dennoch versuche ich es und gebe im Internet als Suchworte "Kredite ohne Schufa" ein. Und da kommen sie auch sofort: die Klassiker, die auch in schwierigen Fällen Hilfe versprechen. Bei Platzhirsch Finanzkaiser aus der Schloßstraße in Berlin kreuze ich 15.000 Euro Wunschkredit an. Die Absage läßt nicht lange auf sich warten.

Ich wende mich an den nächsten Branchenriesen: VVK Volkskredit aus Mühlheim an der Ruhr. Hier könnte ich einen schufafreien Kredit über 3.000 Euro bekommen, allerdings müsste ich einen Bürgen bringen. Den habe ich nicht, schließlich möchte ich selbst einen Kredit aufnehmen. Also noch mal ran ans Internet.

Ich gebe in die Suchmaske das scheinbar Allerunmöglichste ein: "Kredit für Arbeitslose". Und da stoße ich doch tatsächlich auf zwei Spezial-Kreditangebote in Höhe von 3.500 Euro von MAXDA aus Speyer in Rheinland-Pfalz und auf NURKREDIT aus Hamm in Nordrhein-Westfalen (effektiver Jahreszins: 14,7 Prozent). Nachdem ich allerdings auch hier alles ausgefüllt habe, kommt die Ernüchterung: Kredit nur mit Bürgen möglich. Das war's dann wohl, dachte ich und fuhr den Computer wieder runter.

Doch fünf Tage später landeten in meinem Briefkasten drei Briefe von Firmen, zu denen ich noch nie zuvor Kontakt hatte: Cosena Management S.L. aus Malaga in Spanien, Convent-Consulting GmbH aus Menzingen in der Schweiz und Solventa Finanzservice GmbH aus Wörgl in Tirol (Österreich). Alle drei bezogen sich auf meine Online-Anfrage und alle drei können mir nun eine positive Zusage machen. Zur Erinnerung: Ich suchte einen Kredit, allerdings bei anderen Firmen.

Das Cosena-Angebot über 5.000 Euro


Die Spanier schickten mir fett gedruckt und unterstrichen eine "Genehmigung eines Angebots zur Finanzsanierung über 5.000 Euro!" Die folgende Tabelle war wie ein klassischer Ratenkredit aufgebaut: "Der Vorschlag des Sanierers unterstellt eine monatliche Rate von nur zirka 119.- Euro bei einer Vertragslaufzeit von zirka 48 Monaten. Regulierungssumme: 5.000,- Euro, eingerechnete monatliche Bearbeitungs- und Verwaltungskosten über maximal 36 Monate verteilt: 720,- Euro. Gesamtregulierungssumme: 5.720,- Euro." Bei Versendung des vermittelten Dienstleistungsvertrages ist eine einmalige Maklervergütung in Höhe von 189 Euro per Nachnahme fällig.

Ist es nun ein Kredit über 5.000 Euro oder nicht? Nein, ist es nicht. Man zahlt zwar drei Jahre lang 119 Euro Raten, als hätte man einen Kredit. Aber Geld aus Spanien erhält man dafür nicht. Cosena schreibt dazu: Mit einem Finanzierungsexperten wurde "ein bereits genehmigtes Finanz-Sanierungskonzept zum nachhaltigen Abbau Ihrer Verpflichtungen ohne Fremdmitteleinsatz ausgehandelt!!"

Das heißt im Klartext: Meine Rechnungen werden nicht abgelöst, sondern nur "nachhaltig abgebaut". Ohne Fremdmitteleinsatz heißt: Von niemandem anderen kommt Geld, außer von mir selbst. Fazit: Ich zahle also künftig zweifach: weiter an meine Gläubiger und zusätzlich an einen unbekannten Sanierer, der mir hilft, mit meinen Gläubigern über Nachlässe zu verhandeln.

Auch von der Convent-Consulting 5.000 Euro

Die Schweizer Convent-Consulting schickt mir einen Maklervertrag mit ähnlichen Bedingungen wie bei der Cosena. Die Laufzeit beträgt hier 46 Monate, die Monatsrate in den Schweizer Kanton Zug soll 121,46 Euro betragen. Den "Original-Finanz-Sanierungsvertrag" bekommt man von der Convent-Consulting dann für 298 Euro Nachnahme. Man hält danach eine Zusage für eine Schuldenregulierungshilfe in der Hand, die jedwede Rechtsverbindlichkeit ausschließt. Im Maklervertrag der Convent-Consulting heißt es: "Es erfolgt keine Rechtsberatung." Die ist aber bei einer professionellen Schuldenregulierung, also bei Verhandlungen mit Gläubigern zur Vermeidung oder Durchführung eines Insolvenzverfahrens, in Deutschland zwingend vorgeschrieben. Die Rechtsanwälte müssen vom zuständigen Amtsgericht des Schuldners eine entsprechende Zulassung haben. Ansonsten sind alle getroffenen Vereinbarungen wertlos.

10.000 Euro von der Solventa


Den Vogel bei der Kundenblendung schießt jedoch die Solventa Finanzservice GmbH aus Österreich ab, die im bayerischen Kiefersfelden eine deutsche Niederlassung in Form eines Postfachs (Postfach 60, D-83085 Kiefersfelden) unterhält. Bei der Postbank (Hauptsitz Nürnberg) wird auch der Geldverkehr abgewickelt. Um zu erkennen, dass es sich bei dem Angebot der Buchhalterin Elfriede Sekanina und ihrem einzigen angemeldeten Mitarbeiter Markus Teichmann um kein Kreditangebot handelt, braucht man tatsächlich eine Lupe.

Erst im dritten Satz im Superkleingedruckten finde ich die Belehrung: "Mir ist bekannt, dass es sich bei diesem Vertrag nicht um einen Kreditvermittlungsvertrag handelt." Und natürlich gibt es auch hier keine rechtsverbindliche schuldnerische Rechtsberatung. In der "verbindlichen Annahme der Finanzdienstleistungszusage" heißt es, wie schon bei den Schweizern: "Es wurde keine rechtsberatende Tätigkeit ausgeübt."

SolventaIn dicken Lettern prangt mir im Solventa-Schreiben die Überschrift entgegen "Zusage-Bescheid VertragNr.: KR-1528907-90P". Ebenfalls fett gedruckt wird tabellarisch aufgelistet: "Vertragsvolumen: 10.000,00 Euro, monatliche Gesamtrate: 190,00 Euro, Zirka-Laufzeit: 60 Monate." Per Banküberweisung oder Nachnahme soll ich noch 277,00 Euro Honorar bezahlen.

Ich möchte die Alleingeschäftsführerin und Alleingesellschafterin Elfriede Sekanina, die ihren Jahresumsatz im Firmenbuch von Innsbruck mit 120.000 Euro angibt, persönlich fragen, warum sie mir auf meinen Kreditwunsch hin, ein solches Angebot schickt. Doch am Telefon läuft nur eine Bandansage: "All unsere Mitarbeiter sind im Kundengespräch." Das Telefon in der deutschen Niederlassung in Kiefersfelden wird nach Österreich auf die Bandansage umgeleitet. Ich bitte per e-mail um Kontakt. Keine Reaktion.

Ich behalte mein Geld lieber für mich. Und spreche mit einer Solventa-Kundin, die auf das scheinbar tolle Finanzierungsangebot der Buchhalterin hereingefallen ist. Am Handy erreiche ich Sarah Stiebitz aus Köln. Sie ist mit ihrem Sohn Alexandro unterwegs, den sie vor einem Monat gebar. Sarah Stiebitz: "Vor einem Jahr zog ich wegen der Familiengründung in eine größere Wohnung. Leider verlor ich meinen Job als Spielzeugverkäuferin. Ich brauchte Geld für neue Möbel. Bei der Hausbank bekam ich keinen Kredit, weil ich arbeitslos war. Als ich im Internet nach Krediten ohne Schufa suchte, stieß ich auf die Solventa. Die schickte mir per Post eine Zusage über 3.000 Euro. Ich sollte 93 Euro Gebühren überweisen. Das tat ich am 25. April 2008. Seitdem habe ich trotz meiner Anrufe und e-mails nichts mehr von der Firma gehört. Ich habe jetzt eine Anzeige bei der Kölner Polizei wegen Betruges gemacht. Der Polizist sagte, ich sei nicht die Einzige. Wegen der Solventa waren schon sehr viele da."

Doch die Schreiben und Verträge der österreichischen Buchhalterin scheinen juristisch wasserdicht zu sein. Eine Kölner Staatsanwaltschaftssprecherin sah für GoMoPa im Computersystem der Staatsanwaltschaft nach. Die Sprecherin: "Wir haben hier die besagte Elfriede Sekanina erfasst, aber ihr ist kein Strafverfahren zugeordnet."

Ich rufe bei der Polizei in Wörgl an. Der Diensthabende verweist mich an die Staatsanwaltschaft Innsbruck. Sprecher Wilfried Siegele schaut ebenfalls im Computer seiner Behörde nach: "Kein Eintrag gegen die Firma oder die Frau." Er rät zur Nachfrage beim Landeskriminalamt in Innsbruck. Dort spreche ich mit einem Wirtschaftsermittler. Der sagt: "Wir bekommen zu 99 Prozent unsere Aufträge von der Staatsanwaltschaft. Gegen die Solventa oder Frau Elfriede
Sekanina laufen keine Ermittlungen."

Ich schildere dem Kripobeamten, dass sich bei GoMoPa schon mehrere Geschädigte gemeldet haben, die keine Finanzhilfe von der Solventa erhalten hätten, obwohl sie Honorar bezahlt hätten. Der Beamte: "'Das Problem ist uns bekannt. Es dauert bei solchen Geschäften ewig, ehe die Geschädigten wirklich eine Strafanzeige machen. Sie haben Angst, dass ihr angezahltes Geld dann endgültig weg ist, und klammern sich an die Hoffnung fest, irgendwann doch noch Geld zu erhalten. Ich kann nur raten, sich an seine örtliche Staatsanwaltschaft zu wenden. Die kennt die Ermittlungswege."

Das GoMoPa-Fazit: Für einen Selbständigen ohne festes Einkommen oder einen Arbeitslosen gibt es keinen Kredit, auch nicht ohne Schufa. Und für eine Schuldenregulierung bekomme ich bei jedem kommunalen Schuldenberater, wie zum Beispiel Peter Zwegat aus Berlin, den man aus der RTL-Serie "Raus aus den Schulden" kennt, kostenlosen Rat und eine professionelle Entschuldungshilfe mit verbindlicher Rechtsberatung. Wie gesagt, kostenlos.

Quelle:http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=196
 
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#6404
Jackass
Stammgast
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Aw: Wer kennt die Solventa Finanz GmbH?
vor 3 Jahren, 6 Monaten
Hä was soll das? Soo viel Text, hättest du das nicht zusammenfassen können? Das liest doch eh keiner ..
 
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#7686
Siggi (Gast)

Geburtstag:
Aw: Wer kennt die Solventa Finanz GmbH?
vor 3 Jahren, 2 Monaten
 
Danke für Deinen Bericht,hätte es nicht besser schreiben können!!!!
 
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#7690
Coach
Ist neu hier
Beiträge: 1
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Aw: Wer kennt die Solventa Finanz GmbH?
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Firma kenn ich nicht
wenn Du was schriftliches hast...
a) 2 Löcher rein abheften...liegenlassen nichts machen
b) wegschmeißen...Reisswolf oder Papierkrob..
auf jeden Fall nicht beachten
LG Coach
 
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#7705
canarticho
Beiträge: 129
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Aw: Wer kennt die Solventa Finanz GmbH?
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Agward schrieb:
Zitat:
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Natürlich hast du schulden, sonst würde dich keine Firma anschreiben die ausschließlich Sanierungskonzepte für Schuldner anbietet. Die ziehen Adressen aus Schuldnerverzeichnissen und nicht aus Telefonbüchern und schreiben auch nur betroffene an. Das Geld ist für den Fall gedacht,falls du dich finaziell sanieren lassen willst. Dann ist das die Vorkasse für die Durchführung dieser Sanierung durch Gläubigermanagement und Balancierung der Abträge.

Ich find das nicht mal schlimm. Schlimm wirds erst wenn man selber wirklich glaubt man wär nicht in Schwierigkeiten, Selbstbetrug ist bei sowas der falsche weg.


ich habe ganz sicher keine schulden. und im telefonbuch stehe ich auch nicht.
 
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#9843
omG (Gast)

Geburtstag:
Aw: Wer kennt die Solventa Finanz GmbH?
vor 2 Jahren, 2 Monaten
 
DJMASH schrieb:
Zitat:
Solventa, Convent, Cosena: schöne Worte, keine Kredite

Was sind die schönen Schreiben von augenscheinlichen Finanzvermittlern wie Solventa aus Tirol, Convent Consulting aus der Schweiz und Cosena Management aus Malaga wirklich wert? GoMoPa-Reporter Siegfried Siewert machte den Test: Bekomme ich als Selbständiger ohne festes Einkommen mit mieser Schufa tatsächlich einen Kredit?

Natürlich nicht, werden Sie sagen, dennoch versuche ich es und gebe im Internet als Suchworte "Kredite ohne Schufa" ein. Und da kommen sie auch sofort: die Klassiker, die auch in schwierigen Fällen Hilfe versprechen. Bei Platzhirsch Finanzkaiser aus der Schloßstraße in Berlin kreuze ich 15.000 Euro Wunschkredit an. Die Absage läßt nicht lange auf sich warten.

Ich wende mich an den nächsten Branchenriesen: VVK Volkskredit aus Mühlheim an der Ruhr. Hier könnte ich einen schufafreien Kredit über 3.000 Euro bekommen, allerdings müsste ich einen Bürgen bringen. Den habe ich nicht, schließlich möchte ich selbst einen Kredit aufnehmen. Also noch mal ran ans Internet.

Ich gebe in die Suchmaske das scheinbar Allerunmöglichste ein: "Kredit für Arbeitslose". Und da stoße ich doch tatsächlich auf zwei Spezial-Kreditangebote in Höhe von 3.500 Euro von MAXDA aus Speyer in Rheinland-Pfalz und auf NURKREDIT aus Hamm in Nordrhein-Westfalen (effektiver Jahreszins: 14,7 Prozent). Nachdem ich allerdings auch hier alles ausgefüllt habe, kommt die Ernüchterung: Kredit nur mit Bürgen möglich. Das war's dann wohl, dachte ich und fuhr den Computer wieder runter.

Doch fünf Tage später landeten in meinem Briefkasten drei Briefe von Firmen, zu denen ich noch nie zuvor Kontakt hatte: Cosena Management S.L. aus Malaga in Spanien, Convent-Consulting GmbH aus Menzingen in der Schweiz und Solventa Finanzservice GmbH aus Wörgl in Tirol (Österreich). Alle drei bezogen sich auf meine Online-Anfrage und alle drei können mir nun eine positive Zusage machen. Zur Erinnerung: Ich suchte einen Kredit, allerdings bei anderen Firmen.

Das Cosena-Angebot über 5.000 Euro


Die Spanier schickten mir fett gedruckt und unterstrichen eine "Genehmigung eines Angebots zur Finanzsanierung über 5.000 Euro!" Die folgende Tabelle war wie ein klassischer Ratenkredit aufgebaut: "Der Vorschlag des Sanierers unterstellt eine monatliche Rate von nur zirka 119.- Euro bei einer Vertragslaufzeit von zirka 48 Monaten. Regulierungssumme: 5.000,- Euro, eingerechnete monatliche Bearbeitungs- und Verwaltungskosten über maximal 36 Monate verteilt: 720,- Euro. Gesamtregulierungssumme: 5.720,- Euro." Bei Versendung des vermittelten Dienstleistungsvertrages ist eine einmalige Maklervergütung in Höhe von 189 Euro per Nachnahme fällig.

Ist es nun ein Kredit über 5.000 Euro oder nicht? Nein, ist es nicht. Man zahlt zwar drei Jahre lang 119 Euro Raten, als hätte man einen Kredit. Aber Geld aus Spanien erhält man dafür nicht. Cosena schreibt dazu: Mit einem Finanzierungsexperten wurde "ein bereits genehmigtes Finanz-Sanierungskonzept zum nachhaltigen Abbau Ihrer Verpflichtungen ohne Fremdmitteleinsatz ausgehandelt!!"

Das heißt im Klartext: Meine Rechnungen werden nicht abgelöst, sondern nur "nachhaltig abgebaut". Ohne Fremdmitteleinsatz heißt: Von niemandem anderen kommt Geld, außer von mir selbst. Fazit: Ich zahle also künftig zweifach: weiter an meine Gläubiger und zusätzlich an einen unbekannten Sanierer, der mir hilft, mit meinen Gläubigern über Nachlässe zu verhandeln.

Auch von der Convent-Consulting 5.000 Euro

Die Schweizer Convent-Consulting schickt mir einen Maklervertrag mit ähnlichen Bedingungen wie bei der Cosena. Die Laufzeit beträgt hier 46 Monate, die Monatsrate in den Schweizer Kanton Zug soll 121,46 Euro betragen. Den "Original-Finanz-Sanierungsvertrag" bekommt man von der Convent-Consulting dann für 298 Euro Nachnahme. Man hält danach eine Zusage für eine Schuldenregulierungshilfe in der Hand, die jedwede Rechtsverbindlichkeit ausschließt. Im Maklervertrag der Convent-Consulting heißt es: "Es erfolgt keine Rechtsberatung." Die ist aber bei einer professionellen Schuldenregulierung, also bei Verhandlungen mit Gläubigern zur Vermeidung oder Durchführung eines Insolvenzverfahrens, in Deutschland zwingend vorgeschrieben. Die Rechtsanwälte müssen vom zuständigen Amtsgericht des Schuldners eine entsprechende Zulassung haben. Ansonsten sind alle getroffenen Vereinbarungen wertlos.

10.000 Euro von der Solventa


Den Vogel bei der Kundenblendung schießt jedoch die Solventa Finanzservice GmbH aus Österreich ab, die im bayerischen Kiefersfelden eine deutsche Niederlassung in Form eines Postfachs (Postfach 60, D-83085 Kiefersfelden) unterhält. Bei der Postbank (Hauptsitz Nürnberg) wird auch der Geldverkehr abgewickelt. Um zu erkennen, dass es sich bei dem Angebot der Buchhalterin Elfriede Sekanina und ihrem einzigen angemeldeten Mitarbeiter Markus Teichmann um kein Kreditangebot handelt, braucht man tatsächlich eine Lupe.

Erst im dritten Satz im Superkleingedruckten finde ich die Belehrung: "Mir ist bekannt, dass es sich bei diesem Vertrag nicht um einen Kreditvermittlungsvertrag handelt." Und natürlich gibt es auch hier keine rechtsverbindliche schuldnerische Rechtsberatung. In der "verbindlichen Annahme der Finanzdienstleistungszusage" heißt es, wie schon bei den Schweizern: "Es wurde keine rechtsberatende Tätigkeit ausgeübt."

SolventaIn dicken Lettern prangt mir im Solventa-Schreiben die Überschrift entgegen "Zusage-Bescheid VertragNr.: KR-1528907-90P". Ebenfalls fett gedruckt wird tabellarisch aufgelistet: "Vertragsvolumen: 10.000,00 Euro, monatliche Gesamtrate: 190,00 Euro, Zirka-Laufzeit: 60 Monate." Per Banküberweisung oder Nachnahme soll ich noch 277,00 Euro Honorar bezahlen.

Ich möchte die Alleingeschäftsführerin und Alleingesellschafterin Elfriede Sekanina, die ihren Jahresumsatz im Firmenbuch von Innsbruck mit 120.000 Euro angibt, persönlich fragen, warum sie mir auf meinen Kreditwunsch hin, ein solches Angebot schickt. Doch am Telefon läuft nur eine Bandansage: "All unsere Mitarbeiter sind im Kundengespräch." Das Telefon in der deutschen Niederlassung in Kiefersfelden wird nach Österreich auf die Bandansage umgeleitet. Ich bitte per e-mail um Kontakt. Keine Reaktion.

Ich behalte mein Geld lieber für mich. Und spreche mit einer Solventa-Kundin, die auf das scheinbar tolle Finanzierungsangebot der Buchhalterin hereingefallen ist. Am Handy erreiche ich Sarah Stiebitz aus Köln. Sie ist mit ihrem Sohn Alexandro unterwegs, den sie vor einem Monat gebar. Sarah Stiebitz: "Vor einem Jahr zog ich wegen der Familiengründung in eine größere Wohnung. Leider verlor ich meinen Job als Spielzeugverkäuferin. Ich brauchte Geld für neue Möbel. Bei der Hausbank bekam ich keinen Kredit, weil ich arbeitslos war. Als ich im Internet nach Krediten ohne Schufa suchte, stieß ich auf die Solventa. Die schickte mir per Post eine Zusage über 3.000 Euro. Ich sollte 93 Euro Gebühren überweisen. Das tat ich am 25. April 2008. Seitdem habe ich trotz meiner Anrufe und e-mails nichts mehr von der Firma gehört. Ich habe jetzt eine Anzeige bei der Kölner Polizei wegen Betruges gemacht. Der Polizist sagte, ich sei nicht die Einzige. Wegen der Solventa waren schon sehr viele da."

Doch die Schreiben und Verträge der österreichischen Buchhalterin scheinen juristisch wasserdicht zu sein. Eine Kölner Staatsanwaltschaftssprecherin sah für GoMoPa im Computersystem der Staatsanwaltschaft nach. Die Sprecherin: "Wir haben hier die besagte Elfriede Sekanina erfasst, aber ihr ist kein Strafverfahren zugeordnet."

Ich rufe bei der Polizei in Wörgl an. Der Diensthabende verweist mich an die Staatsanwaltschaft Innsbruck. Sprecher Wilfried Siegele schaut ebenfalls im Computer seiner Behörde nach: "Kein Eintrag gegen die Firma oder die Frau." Er rät zur Nachfrage beim Landeskriminalamt in Innsbruck. Dort spreche ich mit einem Wirtschaftsermittler. Der sagt: "Wir bekommen zu 99 Prozent unsere Aufträge von der Staatsanwaltschaft. Gegen die Solventa oder Frau Elfriede
Sekanina laufen keine Ermittlungen."

Ich schildere dem Kripobeamten, dass sich bei GoMoPa schon mehrere Geschädigte gemeldet haben, die keine Finanzhilfe von der Solventa erhalten hätten, obwohl sie Honorar bezahlt hätten. Der Beamte: "'Das Problem ist uns bekannt. Es dauert bei solchen Geschäften ewig, ehe die Geschädigten wirklich eine Strafanzeige machen. Sie haben Angst, dass ihr angezahltes Geld dann endgültig weg ist, und klammern sich an die Hoffnung fest, irgendwann doch noch Geld zu erhalten. Ich kann nur raten, sich an seine örtliche Staatsanwaltschaft zu wenden. Die kennt die Ermittlungswege."

Das GoMoPa-Fazit: Für einen Selbständigen ohne festes Einkommen oder einen Arbeitslosen gibt es keinen Kredit, auch nicht ohne Schufa. Und für eine Schuldenregulierung bekomme ich bei jedem kommunalen Schuldenberater, wie zum Beispiel Peter Zwegat aus Berlin, den man aus der RTL-Serie "Raus aus den Schulden" kennt, kostenlosen Rat und eine professionelle Entschuldungshilfe mit verbindlicher Rechtsberatung. Wie gesagt, kostenlos.

Quelle:http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=196
 
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#9844
omG (Gast)

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Aw: Wer kennt die Solventa Finanz GmbH?
vor 2 Jahren, 2 Monaten
 
vielen dank wollte heute noch das Geld überwiesen ....man unfassbar -----
 
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Tobi (Gast)

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vor 2 Jahren, 2 Monaten
 
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